Fragst du dich manchmal: "Wer bin ich?"
Das ist eine Frage, die gar nicht so leicht zu beantworten ist und bald in Paradoxien endet. Wenn ich nämlich sage, dass ich mein Körper mit Gehirn und den daraus resultierenden Gedanken und Gefühlen bin, dann komme ich beim Ego an - und das bin ich mit Sicherheit nicht.
Wenn ich sage, dass ich mein ewiges, göttliches SEIN (meine Seele) bin, dann frage ich mich, wer das in mir sagt...und komme wieder auf meinen Verstand, mein Ego. Ich kann nämlich gar nichts denken oder Vorstellungen von etwas haben, ohne dass mein Ego in Form meiner Gedanken darin involviert ist. Jedes Konzept, und sei es auch noch so gut gemeint, entsteht im Ego.
Also steige ich jetzt aus dieser Definition aus und sage, dass ich auf dieser Erde ein Mensch bin. Das kann ich denken, ohne mich gleich mit Haut und Haaren meinem Ego auszuliefern. Ich kenne auch meinen Namen und weiß, wo ich geboren wurde und wer meine Mutter war. Das reicht an Identifikation. Der Rest ist mein göttliches SEIN, das seit meiner Geburt in meinem Körper die ganze Zeit anwesend war und ist. Der Körper spielt bei meinem Menschsein auch eine ganz wichtige Rolle. Ohne ihn ginge es nicht. Und ohne mein SEIN auch nicht, denn es belebt mich. Ohne mein SEIN wäre ich tot.
Mein Körper ist gewachsen, hat mir mein bisheriges Erdeleben ermöglicht, ist schön, aber auch fehlerhaft und altert. Dafür bin ich ihm dankbar. Mein Körper kennt in Form von Erinnerungen mein gesamtes derzeitiges Erdenleben. Er weiß, was ich (als Mensch) weiß. Er schenkt mir meinen Verstand, aber auch meine Beweglichkeit, die Möglichkeit, mich fortzubewegen und die Freude über irdische Dinge.
Als Mensch bin ich jetzt mit meinem göttlichen SEIN verbunden. Mit dem ewigen Leben, das macht, dass sich mein Körper bewegen kann und alles erlebt, was er erlebt. Mein SEIN ist das göttliche Leben in mir. Es denkt nicht. Es fühlt nicht. Es IST. Es kann auch nichts tun. Nur ich kann mit meinem Körper etwas tun und höre deshalb auf die Impulse meines SEINS. Impulse kann man nicht beschreiben. Sie sind ähnlich wie Vorahnungen oder vage Anstöße in eine bestimmte Richtung. Diese Anstöße lösen immer ein Gefühl der Freude aus. Es sind immer Dinge, die ich im jetzigen Moment tun kann. Am einfachsten ist es, wenn ich eine Ja-Nein-Frage stelle und auf die Antwort warte. Im Zustand der Hingabe ist die Antwort deutlich wahrnehmbar.
Über diesen Zustand der Hingabe erlebe ich das SEIN in mir. Ich nehme als meine Führung und meinen Lehrmeister an. Die Impulse meines SEINS sorgen für neue Erfahrungen und Erlebnisse, die mich als Mensch wachsen lassen. Sie machen Freude (mir selbst) und bringen Freude (anderen). Mein SEIN sorgt dafür, dass ich göttliche LIEBE erlebe. Es ist unendlich viel davon vorhanden und sie geht niemals zu Ende.
Mir ist bewusst, dass ich mein ganzes Leben lang nach Liebe gesucht habe. Als ich meine Dualseele in seiner menschlichen Form traf, meinte ich, diese Liebe gefunden zu haben. Aber menschliche Liebe kann nicht für immer bestehen, weil alles auf der Erde vergänglich ist. Diese Erkenntnis ist schmerzhaft und ein Grund, warum die Dualseelenbeziehung nicht funktionieren kann. Das Ziel kann nicht die gegenseitige menschliche Liebe sein. Denn das Ende einer so großen (aber leider nur menschlichen) Liebe, will niemand erleben.
Aber mein SEIN sorgt für die göttliche LIEBE. Theoretisch hat jeder Mensch Zugang zu dieser LIEBE, aber nur die wenigsten Menschen finden ihn oder haben überhaupt ein Interesse daran, diese LIEBE zu finden. Als Dualseele, die ihre menschliche Dualseele getroffen hat, wurde mir genau das ermöglicht: Ich konnte mein SEIN erkennen, das in Form von unendlicher LIEBE in mir vorhanden ist. Als Mensch bekomme ich von meinem SEIN diese LIEBE und wandle sie in menschliche Liebe um, die ich in Form von Zuwendung, verschiedenenTätigkeiten oder einem anderen kreativen Ausdruck an andere weitergeben kann. Aus dieser LIEBE entsteht auch dieser Text.
LIEBE ist im Überfluss vorhanden, kann aber nicht wirksam werden, was man am Zustand der Welt erkennt. Sie wird nicht erkannt, nicht wahrgenommen. Solange das Ego in unseren Köpfen regiert, können wir die LIEBE nicht bemerken, nicht sehen, nicht fühlen. Es ist so, als gäbe es sie gar nicht - und das glauben wohl auch viele Menschen.
Deshalb haben die Menschen, die Zugang zu dieser LIEBE haben, die Aufgabe, diese göttliche, aber unsichtbare LIEBE in menschliche und sichtbare Liebe umzuwandeln. Die Menschen, die die göttliche LIEBE erfahren, können die Hölle auf der Erde in ein Paradies verwandeln, wenn sie die Impulse des SEINS aufnehmen und ausdrücken. Als erwachte Dualseele ist genau das deine Aufgabe. Denn du hast deine Dualseele kennengelernt, um deine Seele (dein göttliches SEIN) zu finden. Wahrscheinlich würdest du alles für deine Dualseele tun, was möglich ist. Jetzt lernst du, im Zustand der Hingabe an dein SEIN, alles für deine Seele zu tun - in der Umsetzung von LIEBE in Kreativität und menschliche Liebe.
Unsere Dualseele führt uns (wenn auch manchmal auf schmerzliche Art und Weise) zur LIEBE und damit zu unserem SEIN. Wer weiß, vielleicht gibt es deshalb immer mehr Dualseelen auf dieser Erde. Ich kann nicht wissen, wieviele Menschen zur Zeit zu ihrem SEIN und damit zur LIEBE finden. Es mögen viele sein oder wenige, aber ihr Wirken wird immer in der Umsetzung der göttlichen LIEBE bestehen. Ihr Ego und damit die Angst wird ihre Handlungen nicht mehr beeinflussen. Die Wahrheit wird aus ihren Worten sprechen und was immer sie tun, wird gute Auswirkungen auf die ganze Welt haben.
In LIEBE
Annelie
Wenn du Unterstützung und Begleitung auf der Reise zu deinem SEIN wünscht klicke hier.
Kommentare ()