Heute kam eine Metapher zu mir, mit der ich versuchen werde, das Gefühl der Hingabe in Bezug auf den Lebensweg zu beschreiben. Stell dir einen Rummelplatz vor und da gibt es einige Bahnen, mit denen du fahren kannst. Eine ist darunter, die “dein Erdenleben” heißt. Du weißt nicht genau, ob es eine Geisterbahn oder eine nette Grottenbahn mit Märchen ist, ob es eine Achterbahnfahrt beinhaltet oder du dabei nass gespritzt wirst.Du weißt nicht einmal, wie lange die Fahrt dauert. Aber du entscheidest dich für die Fahrt in dieser, von außen nicht einsehbaren, Bahn.
Zuerst beschreibe ich dir, was in dir vorgehen könnte, wenn du allein in eines der Wägelchen einsteigst - und im Laufe der Fahrt vergisst, dass es nur eine Bahn auf einem Rummelplatz ist. Die Bahn fährt los und du hast schon ein flaues Gefühl im Magen. Du hältst dich aber tapfer an den Haltegriffen deines Wagens fest und schaust nach vorne. Es geht hinein in die dunkle Höhle und bald tauchen bunte, beleuchtete Figuren auf, die verschiedene Szenen darstellen. Sie sind ziemlich realistisch gestaltet. Bald vergisst du darauf, dass du nur in einem Wägelchen sitzt und dir die Dinge um dich herum nichts anhaben können.
Zwischen den einzelnen Szenen fragst du dich, was wohl als nächstes auftauchen wird. Wie zu erwarten, kommen auch Figuren und Geräusche auf dich zu, die dich erschrecken. Du bist allein im Wagen und weißt nicht sicher, ob nicht vielleicht doch eine dieser Figuren lebt und dich angreifen könnte. Aber die meisten Bilder und Erscheinungen sind angenehm. Es geht einmal schneller weiter, einmal langsamer, einmal ist die Fahrt aufregend und dann wieder ein wenig langweilig. Es geht steil hinauf und plötzlich wieder in rasender Fahrt bergab. Du wirst in Kurven geschleudert und kannst dich nicht dagegen wehren, wenn dein Wagen sogar einmal am Kopf steht, bevor er wieder weiterfährt und sich umdreht.
Längst hast du vergessen, dass du in einer Bahn am Rummelplatz sitzt und eigentlich nichts passieren kann. Du beginnst dich mit den Dingen, die auf dich zukommen, zu identifizieren und das ist manchmal wunderschön, dann aber wieder häßlich und Angst erregend. Mit einem Wort, du fühlst dich unsicher in deinem Wägelchen, weil du allein bist und nicht weißt, was als nächstes auf dich zukommt. Deine Muskeln sind bald verkrampft, weil du dich gegen manche Bewegungen des Wagens stemmst. Du weißt nicht, ob es gleich bergauf oder bergab oder einfach in sanften Kurven dahin gehen wird. Vielleicht dämmert es dir manchmal, dass das hier alles nur eine Fahrt am Rummelplatz ist und dein wahres Leben dadurch nicht gefährdet ist, aber dein inneres System deines Körpers ist trotzdem auf Alarm, Aufregung und Angst eingestellt. Du kannst nicht einmal die ruhigen und friedlichen Stellen der Fahrt genießen, weil du nicht weißt, ob es nicht gleich wieder “gefährlich” wird. Dein Alarmsystem ist dauernd auf Abwehr und Kampf eingestellt. Das scheint dir notwendig, damit dir nichts passiert.
Jetzt beschreibe ich dir die gleiche Fahrt, wenn du dich in Hingabe an dein SEIN befindest. Wieder findet diese Fahrt in der für dich unberechenbaren und nicht einsehbaren Bahn am Rummelplatz statt.
Aber schon gleich am Anfang steigst du nicht allein in einen Wagen ein. Ein göttliches Wesen, das du sehr liebst, das dich beschützt und das immer schon bei dir war, ist natürlich auch bei dieser Fahrt mit dabei. Dieses Wesen spricht mit dir, wann immer du es willst und legt seinen Arm um dich, wenn du unsicher wirst. Es weiß auch, wohin die Fahrt geht, doch verrät es dir nicht alles, was auf dich zukommt, weil sonst die Überraschung zerstört würde. Du als Mensch in diesem Wagen weißt zu jeder Zeit, dass es sich nur um eine Fahrt am Rummelplatz handelt. Die Veranstalter müssen strenge Vorschriften erfüllen, sodass du niemals in ernsthafte Gefahr kommen kannst. Wenn du das einmal vergessen solltest, erinnert dich dein (göttlicher) Begleiter daran.
Dein Begleiter hindert dich nicht daran, vor Freude oder kurzem Schreck zu aufzuschreien, hält dich aber immer fest in seinem Arm, sodass du dich nicht in den Bildern und Figuren, die dir in dieser “Grottenbahn” präsentiert werden, verlierst. Du verkrampfst dich nicht, weil du weißt, dass alles, was kommt, dazu da ist, dir tolle Gefühle zu vermitteln. Du erlebst, wie es auf und ab geht und euer Wagen kurz sogar auf dem Kopf steht. Du bist locker und entspannt, fühlst dich sicher und geborgen - und du weißt zu jeder Zeit, dass das alles nur eine Fahrt auf einem Rummelplatz ist, auch wenn dir Szenen mit Mord und Totschlag vorgespielt werden. Das alles ist nur möglich, weil dich dein (göttlicher) Begleiter durch seine Anwesenheit und im Gespräch mit dir daran erinnert, dass alles nicht echt ist.
Deshalb wehrst du dich auch nicht gegen das, was geschieht und nicht von dir zu beeinflussen ist. Entspannt, neugierig und doch abgeschirmt von Figuren, die dir sonst zu nahe kommen könnten, fährst du mit deinem SEIN in absolutem Vertrauen durch die Gegend. Ja, du hast sogar den Verdacht, dass dein SEIN mitbestimmt, wie die Fahrt weitergeht. Du vertraust ihm immer mehr, dass alles, was auf euch zukommt (besser gesagt: worauf ihr zufährt) gut für dich ist, auch wenn es im ersten Moment nicht so aussieht. Bald findest du in genau diesen Dingen aber die “Perle” für dich und freust dich umso mehr, denn so sammelst du ganz viele “Perlen” auf.
So fährst du mit deinem SEIN immer weiter und vertraust ihm entspannt. Du bist dir sicher, dass nichts Schlimmes auf dich zukommen wird. Nach einiger Zeit, bemerkst du vielleicht, dass nicht nur dein SEIN, sondern du selbst - mit Hilfe deines SEINS - die Fahrt, die Szenen, die Bilder und die Figuren, die euch begegnen werden, beeinflussen kannst! Du beginnst aktiv zu werden, indem du immer das tust, wozu dir dein SEIN rät. Du bemerkst, dass das hervorragend funktioniert und du beginnst - wieder mit Hilfe deines SEINS - langsam aber sicher, immer mehr Einfluss auf die Fahrt zu nehmen. Du und dein SEIN, ihr seid ein wunderbares Team auf dieser Fahrt. Du weißt, dass alles, was passiert, nur auf dieser Fahrt stattfindet. Du wirst wunderbare Dinge erleben und Perlen einsammeln können. Du lernst immer mehr, dass du die Fahrt sogar in hohem Maß mitgestalten kannst. Dazu musst du nur der göttlichen Weisheit deines SEINS vertrauen, was dir nicht schwer fällt, weil du siehst, dass alles zu deinem Besten geschieht.
Ende der Metapher. Wie jede Metapher, hat auch diese Metapher ihre Grenzen und es geht dabei nur um eine vergleichende Erzählung, nicht um eine hundertprozentige Gleichsetzung.
In Liebe
Annelie
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